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# Wie man Nordkoreas gesamte Infrastruktur in 5 Minuten mapped
- URL: https://vxcode.de/wie-man-nordkoreas-gesamte-infrastruktur-in-5-minuten-mapped/
- Published: 2026-10-23T07:54:14.000Z
- Updated: 2026-10-23T07:54:14.000Z
- Author: Jackal
- Tags: de

Manchmal fängt alles mit einem blöden Hack an. Als nordkoreanische State-Sponsored-Hacker versuchten,Sicherheitsforscher (darunter den bekannten Hacker **P4x**) zu kompromittieren, reichte es ihm. Statt nur die Schultern zu zucken, nahm er sich das digitale Rückgrat des gesamten Landes vor – und legte große Teile davon einfach lahm.

Das Verrückte daran? Es war erschreckend einfach. Ganz ohne mysteriöse 0-Day-Exploits, sondern schlicht mit öffentlich zugänglichen Tools wie Shodan. Wie easy man die gesamte Infrastruktur mappen kann, zeigen wir euch hier kurz und knackig.

Step 1: Das Subnetz scannen

Nordkorea ist im Netz extrem isoliert und besitzt fast keine eigenen IP-Adressen. Praktisch der gesamte Internetverkehr läuft über ein einziges großes Subnetz (`175.45.176.0/22`).

Mit Shodan reicht ein einziger Befehl in der Suchleiste, um fast alle aktiven Server des Landes auf einen Schlag zu finden:

Bash

```
net:175.45.176.0/22

```

![](https://vxcode.de/content/images/2026/10/1.png)

*Ergebnis:* Gerade einmal 43 Hosts antworten überhaupt im Netz. Perfekt überschaubar.

### Step 2: Schwachstellen & alte Software abgreifen

Klickt man sich durch die IPs, sieht man schnell, wie wackelig das Ganze aufgebaut ist. Veraltete Nginx-Versionen, alte Apache-Server und ungesicherte Dienste springen sofort ins Auge.

Wenn du dir ein bestimmtes Ziel oder eine IP genauer ansehen willst (z.B. `175.45.176.80`), reicht die direkte URL in Shodan:

Plaintext

```
https://www.shodan.io/host/175.45.176.80

```

![](https://vxcode.de/content/images/2026/10/2.png)

Ein Blick auf die Host-Details offenbart direkt bekannte CVEs, die teilweise seit Jahren ungepatcht sind (wie alte HTTP/2 DoS-Lücken).

### Step 3: Nach offenen Ports filtern (z.B. SSH)

Wer wissen will, wo man theoretisch anklopfen kann, filtert gezielt nach offenen Ports. Wollt ihr zum Beispiel sehen, wo SSH läuft? Einfach den Port-Parameter an die Subnetz-Suche hängen:

Bash

```
net:175.45.176.0/22 port:22

```

![](https://vxcode.de/content/images/2026/10/3.png)

Zack – direkte Übersicht, welche Maschinen SSH exponieren (teilweise sogar mit alten Cisco- oder Ubuntu-Banner-Ausgaben).

### Step 4: Name Server & DNS-Müll aufdecken

Auch die DNS-Infrastruktur des Landes (`.kp`) lässt sich so wunderbar auseinandernehmen. Mit dem Filter für Port 53 findet man die zuständigen Nameserver:

Bash

```
net:175.45.176.0/22 port:53

```

![](https://vxcode.de/content/images/2026/10/4-ns.png)

Willst du prüfen, ob fehlerhafte Konfigurationen vorliegen – etwa für Rekursion, die man für DNS-Amplification-Attacks oder Recon missbrauchen könnte? Einfach den Suchstring erweitern:

Bash

```
port:53 "Recursion enabled" net:175.45.176.0/22

```

![](https://vxcode.de/content/images/2026/10/5-recursion-enabled.png)

### Fazit

Genau das war die Spielwiese für P4x: Da die gesamte IT-Infrastruktur Nordkoreas auf veralteter Software, offenen Standard-Ports und fehlenden Sicherheitsupdates basierte, reichten ein paar einfache Shodan-Queries und ein paar automatisierte Skripte, um das Netz eines ganzen Staates auszuknipsen.